Donnerstag, 17. März 2011

Plastik vermeiden - Das Bad

Irgendwo hab ich gelesen, dass der Durchschnittsmensch einen Großteil seines Plastik-Verbrauchs (neben der Küche) im Bad produziert.
Und das Plastikberge schlecht für die Umwelt sind -von der Produktion bis zur Tatsache, dass es so gut wie nie verrottet-, wissen wir nicht erst seit Plastic Planet.
(Den ich übrigens immer noch nicht gesehen habe - ist der empfehlenswert oder "weiß man das eh schon"?)

Ich habe mir also unser Bad angesehen und folgendes vorgefunden:


Uh. Also Vorzeige-Öko-Haushalt ist das keiner.
Wir sind zwei Leute, und was da im Laufe eines Jahres an Schampoo- und Duschgel- und Was-Weiß-Ich-Flaschen draufgeht, ist eigentlich ein Wahnsinn. Wie ist das dann erst bei Großfamilien?

Kurze Zusammenfassung meines Bad- und Kosmetikartikelkonsums durch die Jahre:

Früher: ungeschaut alles, was man so "braucht" (da sieht man auch noch Reste auf dem Bild, weil einfach alles halbvoll weghauen ist auch nicht nachhaltig)
Letztes Jahr: Umstieg auf Bio-Produkte, am besten vegan. Aus Bequemlichkeit bin ich da bei Alverde gelandet, weils die in "meinem" Supermarkt gibt.
Ziel: vegane Bioprodukte ohne Verpackung

Also was tun?
Vor ein paar Tagen war ich bei Lush. Lush kannte ich vorher vom Vorbeigehen und gelegentlich Reinschauen und hatte ich in meinem Kopf als "Fancy Seifenschop mit übermotivierten Verkäuferinnen" abgelegt. (Ihr wisst schon, wo man in 5 Minuten 3 x gefragt wird, ob man wirklich nicht beraten werden möchte)
Vor Kurzem hat mich jemand darauf hingewiesen, dass Lush angeblich gut für die Umwelt sei, da sie gegen Tierversuche wären, viele vegane Produkte im Sortiment hätten und -wenn überhaupt - nur recyclebares Plastik verwenden.
Laut ihrer Webseite stimmt das so (Zitat: frei von Tierversuchen , 100% vegetarisch, 100% palmölfrei  und 70%  vegan, zu ca.  70% unverpackt und der Rest in Recycling-Verpackung eingepackt ) - Wikipedia findet umwelttechnisch auch keine Probleme, sagt aber, dass es Kritik am Umgang der Obrigkeit mit den VerkäuferInnen gab. Gleichzeitig steht da aber auch, Lush sei ein Franchising-Unternehmen, also kann das nicht für alle Filialen gelten?

Jedenfalls war ich dort, und habe mir lauter "feste" Körperpflegeprodukte gekauft, also Seifen für Körper und Haare, die aufgrund ihrer Form nicht in der Plastikflasche sind. Verpackt wurde das in braunes Packpapier und dann ab nach Hause.

Bad nachher:

Wie gesagt, ich werde halbvolle Produkte sicher noch aufbrauchen, aber so soll die Zukunft aussehen.

Mehr dazu sobald ich alles ausprobiert habe! ;o)

Kommentare:

  1. da hab ich ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht - aber eigentlich ist es schon krass wie viele kleine fläschchen man so anhäuft. seife und duschgel kann man vielleicht noch im nachfüllpack kaufen, ansonsten kann man schauen dass man wenigstens größere flaschen nimmt. aber gerade bei zahnpasta, gesichtscremes o.ä. machen großpacks wenig sinn.
    lush ist echt ne gute sache, aber leider auch so verdammt teuer... man sollte plastikverpackungen besteuern, dann hätten die hersteller nen anreiz, sich alternativen zu überlegen. oder man führt einen plastikpfand ein, bei den dosen hat das ja auch zu nem massiven rückgang geführt.

    toller blog übrigens, verspricht eine gute mischung aus tierfreundlich und umweltfreundlich zu werden; ich bin gespannt wie s weitergeht :-)

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  2. Dankeschön! *freu*

    Ja, es ist echt irre, was sich mit der Zeit so anhäuft! Und ohne Plastik kommt man fast nicht durch, das ist leider grade bei Bioprodukten oft nicht besser. Plastiksteuer wäre eine gute Idee - und bis dahin - Alternativen suchen und oder selber mischen.. ist zumindest mein Vorsatz, ich werde hier darüber berichten. ;)

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