Freitag, 8. Juli 2011

Selbstversorger in der Stadt?

Die Erntezeit ist in vollem Gange! Die Supermärkte sind voll von einheimischem Obst und Gemüse, jeder, der einen Garten hat sieht, kann fröhlich vor sich hin ernten. Vom Garten in den Kochtopf - kein Transportweg, keine Verpackung, kein finanzieller Aufwand, keine Abhängigkeit von Industrie und Wirtschaft. Schön!

Nur - was machen die Leute ohne Garten? Ohne grünen Daumen? Was machen die... *schluck* StadtbewohnerInnen?

Letzte Woche ist mir eine Lösung eingefallen. Es ist nämlich so, dass gar nicht alle Leute mit Obstbäumen (die ja oft schon im Garten waren, als man eingezogen ist, etc.) soooo froh sind, wenn alles auf einmal reif ist und verbraucht gehört. Und vor allem geerntet! Ich kenne einige KirschbaumbesitzerInnen, die ihre Nachbarn fast schon anbetteln, Kirschen zu pflücken. Denn das ist erstens viel Arbeit, und wenn man's nicht tut, dann fällt das überreife Obst zu Boden, macht dort Brei und zieht jede Menge Wespen an.

Auch blöd!

Also was tun: die perfekte Symbiose eingehen! ;)

Ich teste das jetzt einmal; ich habe Zettel geschrieben, auf denen ich Erntehilfe gegen Teile des Ertrags eintausche. Die werde ich in Supermärkten usw. am Stadtrand aufhängen und auf Rückmeldung hoffen.

In meinem Kopf ist das perfekt: ich darf auf Bäume klettern UND bekomme ganz gratis jede Menge Obst.

Falls das noch jemand probieren will, hier ist der Zettel.
Einfach die eigene Telefonnummer/Emailadresse angeben und aufhängen!


Auf das Bild klicken für Originalgröße! (A4 quer)
Verbreitet den Zettel ruhig weiter, ich glaube, das ist eine gute Sache für alle!

Kommentare:

  1. Tolle Idee! Wir hatten früher auch einen Kirschbaum. Den ganzen Sommer lang gab es dann in der gesamten Nachbarschaft ALLES mit Kirschen. Kuchen, Marmelade usw. Nach ein paar Tagen konnte ich die schon nicht mehr sehen. Dafür waren das aber immer super Geschenke ;)

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  2. Was für eine tolle Idee!
    Das finde ich ja super, ich hoffe, es meldet sich jemand bei dir.
    Meine Daumen sind gedrückt!

    Liebe Grüße
    Kris

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  3. Finde ich auch eine super Idee, die eigentlich sehr viel Sinn machen sollte.
    Meine Großeltern haben auch immer viel mehr Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren, Brombeeren, Pflaumen, Schoten, Äpfel und Nüsse, als sie jemals aufbrauchen könnten, und die meisten Verwandten und Bekannten haben kein Interesse daran. Ich denke, die würden solche Erntehelfer auf jeden Fall nutzen - ist nur etwas doof wegen der Entfernung :-)

    Kennst du www.mundraub.org schon? Ich finde die Seite total klasse, und habe letztes Jahr tatsächlich ein paar Pflückstellen auffinden können. Für alle, die Zeit und Lust haben, sicher lohnenswert.

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  4. Übrigens finde ich deinen Flyer total chic! :)

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  5. Schöne Idee! Gerade hier am Land sicherlich auch sehr sinnvoll. Bei meineen Großeltern quillt auch alles über. Die Nachbarjungs holen für 10€ die Kirschen vom Baum und meine Oma macht lecker Marmelade und sonstige Schmankerl...

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  6. super, die idee und der flyer! werde ich sicher auch mal ausprobieren :)

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  7. Hi, ja die Idee ist Klasse!
    Jetzt wo die ersten Äpfel reifen,...
    In so kleinen Bioläden ist eh meistens
    die richtigen Leute
    und ein bisschen Platz zum Flyer posten!
    LG

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  8. @Mneme: Haha, Kirschen sind mein Anti-Obst. (Die von unserer Tante waren immer ALLE wurmig, waahhh.) ;D

    @Kris: Danke! Leider geht grade mein Drucker nicht, Mist, gerade jetzt! Aber hoffentlich kann ich den übers WE zum Laufen bringen, und dann geht's los!

    @ Windimhaar: Nein, kannte ich nicht! Ist ja super, vielen, vielen Dank für den Link! Da ist ja Österreich auch dabei, perfekt!

    @ blauerhibiskus: Eben, ich glaube wirklich, dass da Bedarf da ist! Und wie praktisch, eine "Einkoch-Oma" zu haben! ^^

    @ wilde-vögel: Super,freut mich!

    @ urrohfun: Ja stimmt! Sobald mein Drucker wieder funktioniert, leg ich los!

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