Sonntag, 21. August 2011

Mülltrennung

"Oida, Trenn!"

Mit dieser - sehr tiefsinnig benannten - Kampagne springt nun auch die Wiener Müllversorgung auf den Zug auf, mit "Jugendjargon" (bzw was sie dafür halten) die Zielgruppe der unter 20-Jährigen anzusprechen. (Ich erinnere mich mit Grauen an die Straßenbahnwerbung namens "Bim, oida")

Aber, Art der Ausführung beiseite, das Thema ist wichtig, gerade in der Stadt. Es wird zuviel Müll produziert, das ist uns allen klar. Aber was man mit dem doch anfallenden Müll dann machen soll, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Denn nicht nur unterscheidet sich die Trennweise zwischen den Bundesländern, selbst zwischen den einzelnen Wiener Gemeindebezirken herrschen Unterschiede. Und nur weil zu unseren Kinderzeiten etwas so oder so getrennt wurde, muss das noch lange nicht immer noch gelten.

Die neue Müllkampagne wiederholt das ohnehin Klare:





Schwieriger wird's bei anderen Sachen:
Wohin kommt meine alte Deodose?
Das Plastik, in dem viele Bio-Lebensmittel eingewickelt sind?
Oder was passiert mit einem Nagellackfläschchen?
Haarshampoodose?
Leerer Uhu?
Kaputte Eieruhr?
..
..
usw, usw.


Natürlich - erste Regel ist, möglichst wenig Müller zu erzeugen.
Aber wenn man ihn dann mal hat, wäre zumindest richtig Trennen angesagt.

Zur Hilfe gibt  es das Trenn-ABC der MA48.
Und für den Fall der Fälle - dar Rat auf Draht der Mülltrennung: das Mist-Telefon: 01 / 54648, Mo bis Sa, 8-18 Uhr. ;) 

Und nun, als Belohnung für's bis hierher lesen, gibt's das Ganze auch als Lied! Oh yeah! ;D



Kommentare:

  1. Haha, "quetsch die PET-Floschn" ... da haben sie sich ja echt was ausgedacht, die lieben Leut von der MA 48.

    Gerade bei der Plastik-Trennsache ist der Unterschied zwischen Wien und NÖ für mich sehr auffällig. War für mich immer recht unverständlich, warum in Wien nur die Flaschen in der gelben Tonne landen, während in NÖ alle möglichen Kunststoffverpackungen dort ihre (vor)letzte Ruhestätte finden. Gibt's dafür eigentlich eine plausible Erklärung?

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  2. Hallo! Danke für deinen Kommentar, konnte ihn leider erst hernach lesen, da ich meinen Laptop ausnahmsweise nicht dabei hatte. Ähm, Reisebericht folgt; bald. Bestimmt. ;-)
    Den tollen Song hätt ich ja jetzt schon gern gesehen, leider geht das in Deutschland nicht, da sich die GEMA ja in diesem Leben wohl nicht mehr mit youtube einigen wird ... (oh, das wär mal ein Thema! - lieber nicht^^)
    Manchmal zweifle ich eh an der Mülltrennung, da man in manchen Städten angeblich gar nicht sicher sein kann, dass auch tatsächlich alles entsprechend recycled wird. Gibt es da eigentlich zuverlässige Quellen im Netz, zum Thema Abfallwirtschaft? Müsste ich mal selbst recherchieren. Für Köln hab ich da gute Infos. Aber viele Häuser haben z.B. einfach nur 1-2 Mülltonnen, und die wenigsten Mieter fordern dann noch extra eine Biotonne etc. (weil die Kosten dann auch auf sie umgelegt werden). Also eine Infokampagne finde ich da schonmal gut, auch wenn mich mit meinem unjugendlich-langweilig-vööölliguncoolen Normaldeutsch das "Oida, Trenn!" nicht übermäßig ermutigen würde ... (da müsste es schon mindestens von sts kommen, oder so. Aber das ist ja auch wieder völlig unjugendlich.)
    Liebe Grüße!

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  3. PS: 11.765 Personen "gefällt" die Seite der Wiener Linien. – Wie käme ich als Facebooknutzer dazu, ausgerechnet auf diesen Daumen zu klicken? Ich verstehe sowas irgendwie nicht.

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  4. Ohje, nochmal: bin ich gerade passenderweise drübergestolpert, es geht um sog. Bioplastiktüten:
    http://video.zeit.de/video/1090911485001

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  5. Für Fragen rund ums das Thema Mülltrennung, natürlich auch außerhalb Wiens, stehen die AbfallberaterInnen in den jeweiligen Gemeinden gerne zur Verfügung. Hier sind die AbfallberaterInnen zu finden: http://tinyurl.com/3dgwup6

    Fragen und Inputs können natürlich auch gerne auf der Facebook Page der ARA (Altstoff Recycling Austria)http://www.facebook.com/ARA.recycling gestellt werden.
    Hier gibt es außerdem "Oida, Trenn" von den Trackshittaz gratis zum downloaden.

    Das richtige Mülltrennen ist in Österreich von regionalen Faktoren abhängig. Hier sind die regionalen Trennanleitungen zu finden: http://www.ara.at/konsumenten/richtig-trennen/

    Die Umstellung auf eine ausschließliche PET-Flaschensammlung erfolgte in mehreren Gebieten Österreichs. Gründe dafür sind die örtliche Infrastruktur (wie z.B. Thermische Abfallbehandlungsanlage Spittelau) und eine Verbesserung der Sammelqualität, also weniger Fehlwürfe. Durch die Umstellung können in den jeweiligen Gebieten bessere Recyclingquoten (weil höherer Reinheitsgrad des Materials) mit positiven wirtschaftlichen Effekten und Qualitätsverbesserungen erzielt werden. Diese Anlagen entsprechen sowohl im Verbrennungsprozess als auch in der Rauchgasreinigung dem letzten Stand der Technik und bieten somit aus ökologischer Sicht jedenfalls eine „saubere“ Lösung.


    Beste Grüße,

    Vincent Tschaikner
    ARA Kommunikation

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  6. Wiens Werbekampagnen sind einfach super. Bei einem Besuch habe ich größtenteils nur Werbung fotografiert :D

    LG

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