Mittwoch, 26. Oktober 2011

Buch: Grün heiraten // Hochzeitsblabla

Heute waren mein Freund und ich endlich wieder einen Ort besuchen, an dem wir uns unsere Hochzeit vorstellen können. Wir haben im Internet mal Orte recherchiert,zu denen sich auch die Standesbeamten hinbequemen (wird keine kirchliche Trauung), und ein paar kamen in die engere Auswahl. heute waren wir im Übungsgarten der Gärtner- und Blumenbinderlehrlinge.

Leider war heute zu - Feiertage werden hier ernst genommen. Von außen sah der Ort aber recht schön aus. Essen kann man dort nachher halt nicht, also müsste man weiterziehen.
Wir werden auf jeden Fall zu den Öffnungszeiten nochmal hinschauen, und ein paar Alternativen haben wir ja auch noch zu besuchen.

Passend zum Thema hab ich mein kleines Büchlein fertig gelesen, "Grün heiraten".

ISBN-13: 978-3981016581
Preis: ca 8 Euro
Klappentext: Reduce, Reuse, Recycle. Der fröhliche Song des Surfer-Musikers Jack Johnson transportiert ein neues Lebensgefühl: Handle umweltbewusst, aber unverkrampft. Es gibt viele Dinge, die jeder stressfrei in seinem Alltag tun kann, um die Welt schonender zu behandeln. Wer mit dieser Lebenseinstellung eine Hochzeit plant, wird überrascht sein. Umweltfreundlich zu heiraten ist viel einfacher als man vermutet. Es gibt ein fantastisches Gefühl. Und es macht Spass. Der Pocket-Ratgeber enthält 100 konkrete Vorschläge für eine umweltfreundliche Hochzeit: Sie werden sehen, wie schön, einzigartig und unvergesslich Ihre Grüne Hochzeit sein kann. Grün ist das neue Weiss!


Meine Meinung:
Eher für Leute, die sich noch nie mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst haben. Alle anderen hören wirklich nichts Neues: Kleid lieber ausborgen als kaufen, möglichst auf Plastikgeschirr verzichten, besser Wunschlisten scheiben als sinnlosen Blablah geschenkt bekommen. Blumen mit Fairtrade-Siegel kaufen, noch besser: Topfpflanzen. Adressen für Locations sind auch drin, aber hauptsächlich in Deutschland, ein paar in Österreich und der Schweiz. Schlösser etc., nichts explizit Öko-mäßiges, auch bei den Ausstattern.


Fazit: Nette Idee, aber wer ein bisschen Hausverstand hat, kann sich hier bequem 8 Euro sparen.


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Ich weiß, dass manche von euch verheiratet sind bzw vielleicht habt ihr Vorstellungen von eurer Hochzeit?
Inspiration, Inspiration! Immer her damit.

Kommentare:

  1. Ich hatte ein Leihkleid.
    Bislang waren nur irgendwie alle entsetzt davon, wie man sowas nur machen kann.
    Ich hab nicht in weiß geheiratet und auch nicht in der Kirche, aber ein schickes Kleid wollte ich trotzdem. Aber sowas ziehe ich ja eh nie wieder an.
    Also hab ich es geliehen, es war versichert und ich hab es am nächsten Tag einfach wieder zurückgeben können, es wurde dann dort gereinigt.
    Mann, war das entspannt. Hat keinen Platz weggenommen, keinen Streß mit dem Reinigen, fotografieren, verkaufen oder was auch immer.
    Und billiger war's auch noch.

    Ich würd ja sagen, ich würds immer wieder tun, aber ich würde vermutlich nicht wieder heiraten oder jedenfalls nicht in Deutschland.
    Wenn dann irgendwo in Südafrika am Strand, mit kurzen Hosen, Top und barfuss...und definitiv ohne Familie.

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  2. Danke Dir für Deinen lieben Kommentar! Und Yay zum Verwirklichen von Träumen, z.B. "Ja" zu sagen ; )

    Ich bin seit etwas über einem Jahr verheiratet und bei uns war das so:
    Wir hatten nur Familie geladen (25 Pax inkl. 3 Kinder) und geheiratet haben wir auf dem Standesamt in meiner Heimatstadt (der Rathaussaal dort ist viele hundert Jahre alt und sehr feierlich). Alle waren hübsch gemacht, war ja ein besonderer Tag, aber trotzdem eher leger. Ich hatte z.B. kein Hochzeitskleid sondern einen ganz langen, weit schwingenden weißen Rock und ein weißes Tank-Top mit Spitze am Rücken (beides war neu und nicht bio, dafür trage ich beides noch manchmal in Kombination mit anderen Sachen). Dazu ein Strickjäckchen für kühler und ein bunter Schal für fröhlich und ein kleiner, aber wahnsinnig schöner Brautstrauß (erst dachte ich, denn brauch ich nicht, aber er hat mir auch in den nächsten Wochen, als er zum trocknen in der Küche hing, noch bei jedem Ansehen Herzklopfen beschert). Schminken und Haare hab ich morgens ganz einfach selbst gemacht (= ein stressiger Termin weniger)
    Fotos haben wir mit einem Freund als Fotografen in einem Park mit alter Befestigungsanlage um die Ecke vom Standesamt gemacht (kein Gepose, nur Familienfotos in verschiedenen Zusammensetzungen), das war ganz entspannt, da konnten die Kinder herumlaufen, die Raucher raufen, die Braut mal entspannen ; )...
    Danach Sekt und Häppchen (vom Catering unseres Vertrauens, weil wir wenig Gäste hatten konnten wir pro Kopf etwas mehr ausgeben und ich muss sagen: so gerne ich sonst alles selbst mache, an DIESEM TAG wollte ich nur, dass alles wie von Zauberhand funktioniert!) bei meinen Eltern im Garten, bisschen herumsitzen, plaudern, es kamen ein paar Bekannte vorbei, die auch gratulieren wollten. Kaffee und Torten und ein tolles Abendessen gab´s im Restaurant (die Torten waren von meinen Tanten, dafür verlangte das Restaurant ein kleines Tellergeld) und nach einem gemütlichen Abend mit der ganzen Familie (in dieser Kombination hatte ich sie noch nie beieinander) sanken alle in die Betten.
    Nun kennst Du meinen ganzen Hochzeitstag ; )
    (ich war übrigens schon ein bisschen schwanger, wer weiß, vielleicht hätten wir sonst eine große Sause veranstaltet). Nun bin ich gespannt wie das bei Dir mal wird und gratuliere schon mal zum Entschluss (das ist ja auch so schön...)!!!!!!!!!!!!!!!!!

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