Sonntag, 15. Januar 2012

Ich hab dich lieb im Prinzip

via wikipediacommons
Ich hab dich lieb im Prinzip – das wusste schon Heinz aus Wien, und Archimedes wird Noli turbare circulos zugeschrieben – "Störe meine Kreise nicht". Und, oh Gott, wenn ich hinzufügen darf, meine auch nicht.

Die letzten Tage waren essenstechnisch echt ok, und körperlich geht's mir eigentlich auch prima, aber gibt es sowas wie emotionalen Detox?! Ich sag's euch, die letzten Tage habe ich meine Menschenfreundlichkeit ernsthaft in Frage gestellt.

Ehrlich, ich mag das Prinzip Mensch, aber wenn sich ein Fremder auf der Straße / in der U-Bahn / im Supermarkt näher als auf einen Meter an mich angenähert hat, wollte ich nur noch die Schrotflinte auspacken.
Ich meine, Menschenmassen nerven mich meistens, und Leute, die auf überfüllten Gehwegen schleichen wie die Schnecken und dabei so viel Platz brauchen, dass man nicht überholen kann, machen mich immer dezent unrund. Ja, ich bin manchmal ungeduldig und nicht immer ein guter Mensch. Zugegeben.
Aber normalerweise dürfen sich fremde Leute zumindest im selben Supermarkt befinden und eventuell sogar neben mir das selbe Regal anschauen, ohne dass ich Amokfantasien spinne.

So ging es mir jedenfalls von Mittwoch bis Freitag. Seit gestern scheint alles wieder ruhig zu sein, ich war sogar auf einer extrem überfüllten Tanzfläche ohne unerklärliche Zustände zu bekommen. ;) Und es war sogar lustig.

Hoffentlich ist also jetzt alles überstanden.

Oh, und noch etwas ist passiert: Mein Doppelleben ist aufgeflogen. ;)
Deswegen begrüße ich an dieser Stelle meinen geliebten Verlobten / besten Freund / Mitbewohner, der ab jetzt auch hier mitliest. Hey Süßer. ^^

Kommentare:

  1. Ja den emotionalen Detox gibt es und ich fand ihn viel schlimmer als den körperlichen ;)

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    1. Ich auch. Oder vielleicht eher mein Umfeld.

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  2. Ja, den emotionalen Detox gibt es und das ist auch der Grund, warum ich abgebrochen habe: Detox mit zwei Kleinkindern, die einem ständig am Popo kleben und irgendwas von dir wollen, dreimal aufstehen pro Nacht, morgens trotzdem gute Laune vortäuschen - nicht machbar für mich. Als ich Amokfantasien meinen Liebsten gegenüber hegte, hörte ich dann auf ;-)
    Gut für dich, dass du es weiter durchziehst und viel Spaß dabei. Grüße von der Fruchtschnitte

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    1. Woah, mit Kindern hätte ich das wohl nicht durchgestanden. Die haben kein Gefühl für Abstand, wenn du weißt, was ich meine. ;p

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  3. Klar gibt es den emotionalen Detox - ich hab mich zu Beginn meiner Rohkostzeit schön verzogen und einen Kokon aus Traurigkeit gesponnen. Nach der Metamorphose wurde ich dann zu einer nach Schwefel stinkenden, lodernden Drachin - bei Bedarf Feuer inklusive. Nix Schmetterling. Pest und Schwefel war angesagt. Aber es geht vorbei.

    Und hey - Willkommen Mr. Grün-in-der-Stadt!

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    1. Pech und Schwefel, in der Tat! ;)
      Ich pack den Werwolf in mir aus, kommt fast von selber. Hoffentlich zahlt sichs aus.

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